Anhang

Der Anhang ist ein optionales Element wissenschaftlicher Arbeiten. Er wird erstellt, wenn es Dokumente gibt, welche den Hauptteil der Arbeit ergänzen, selbst aber zu unwichtig sind, um in diesen aufgenommen zu werden. Wissenschaftliche Arbeiten, die einen empirischen Forschungsansatz verfolgen und eine eigene Primärdatenerhebung durchführen, haben meist einen Anhang.

Früher wurde der Anhang auch mit dem lateinischen Wort „Appendix“ bezeichnet. Das ist heute eher ungebräuchlich.

Positionierung des Anhangs

Der Anhang wird nach dem Textteil der wissenschaftlichen Arbeit eingebunden. Er beginnt auf einer neuen Seite nach dem Fazit. Der Anhang bekommt einen Eintrag ins das Inhaltsverzeichnis der Arbeit.

Typische Inhalte des Anhangs

Eingesetzt wird der Anhang zum Beispiel, wenn Experteninterviews durchgeführt wurden: Die Ergebnisse der Interviewauswertung finden sich dann im Textteil der Arbeit, die „Urdaten“ – also das Interview selbst – im Anhang der Arbeit. Auch eine CD/DVD kann in den Anhang aufgenommen werden.

Beispiele für Dokumente im Anhang sind:

  • Vollständige Fragebögen einer Mitarbeiter-/Kundenbefragung o.ä.,
  • Quelltexte eines Programms,
  • detaillierte Prozessdarstellungen, Organigramme,
  • Urdatensammlungen,
  • ergänzende Auswertungen etc.

Formale Hinweise zur Gestaltung des Anhangs

Für die Gestaltung des Appendix einer Thesis gelten folgende Regeln:

  • In den Anhang kann nur Material als Anlage aufgenommen werden, das im Textteil der Arbeit referenziert wird.
  • Der Anhang selbst wird mit einer Überschrift erster Ordnung und der Bezeichnung „Anhang“ begonnen. Die Überschrift wird führend nicht nummeriert.
  • Jede Anlage bekommt eine, mit einem führenden fortlaufenden Großbuchstaben versehene Überschrift. Diese ist formatiert wie eine Überschrift zweiter Ordnung im Textteil. Sie benennt den Inhalt der Anlage prägnant.
  • Die Seitenzahlen im Anhang werden weiter fortlaufend arabisch nummeriert und schließen somit die Seitenzahlen des Quellenverzeichnisses an.
  • Es kann auf der ersten Seite des Anhangs ein „Anhangverzeichnis“ erstellt werden. Es enthält Anlagenbuchstabe, Anlagenüberschrift und Seitennummer.

Beachten Sie die Lesbarkeit im Textteil der Arbeit!

Nutzen Sie den Anhang nicht, um Platz im Textteil zu gewinnen, indem Sie für das Verständnis wichtige Teile in einen Anhang „auslagern“. Dies widerspricht zum einen dem Zweck eines Anhangs, zum anderen würde den Leser zum ständigen Blättern zwingen und der Lesefluss Ihrer Arbeit nachhaltig gestört.

Weitere formale Bestandteile

Informationen, Tipps und Tricks zu weiteren formalen Bestandteilen der Bacheor- oder Master-Thesis erhalten Sie auf den folgenden Seiten:

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