Bedeutung des Themas

Das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit legt inhaltlich die Forschungsfrage und den Forschungsgegenstand fest. Bei einer Abschlussarbeit bildet das Thema in den meisten Fällen zugleich den Titel dieser Arbeit. Die Arbeit wird auch als Thesis bezeichnet.

Die Wahl des Themas sollte mit Sorgfalt erfolgen: Naheliegend ist der Gedanke an die Abschlussnote des Studiums. Sowohl bei Bachelor- als auch Master- und Diplom-Studiengängen wird die Note wesentlich durch die Thesis mitbestimmt. Ein „leichtes“ Thema scheint da mehr Erfolg bei weniger Aufwand zu versprechen als ein „schweres“ Thema. Diese Logik wäre jedoch zu kurz gegriffen, denn das Thema der Abschlussarbeit hat eine viel weitreichendere Bedeutung.

Für die nähere Zukunft legt das Thema fest, womit Sie sich wissenschaftlich befassen. Informationssuche und –recherche zu Ihrem Forschungsthema, das Lesen und Exzerpieren von Texten, gegebenenfalls eine eigene empirische Untersuchung mit Datenerhebung, -auswertung und –interpretation sowie und das eigentliche Schreiben der Arbeit werden Zeit beanspruchen. Daher sehen die Prüfungs- und Studiengangsordnungen aller Hochschulen auch eine umfangreiche Bearbeitungszeit für die Thesis vor. Sie sollten Spaß an dem Thema und seiner Fragestellung haben, damit Sie motiviert die Bearbeitungszeit voll nutzen.

Blickt man weiter in die Zukunft und betrachtet die Zeit nach Ihrem Studium, so wird der Titel der Thesis Teil Ihres Lebenslaufes werden. Das Thema bzw. der Titel der Arbeit werden Sie zumindest bei den nächsten Bewerbungsvorgängen oder Karrieregesprächen begleiten. Das Thema Ihrer Abschlussarbeit

  • wird zukünftig in Ihren Bewerbungsunterlagen genannt werden und damit im besten Fall als Türöffner für ein Vorstellungsgespräch fungieren,
  • kann Ihre berufliche Laufbahn beeinflussen, indem fachliche Karrierepfade verfestigt werden – oder noch ein Wechsel in einen anderen Fachbereich gelingt,
  • kann bei praxisbezogenen wissenschaftlichen Abschlussarbeiten ein Baustein für die nächste Beförderung sein und:

Auch wenn es also gute Gründe für eine stark werbliche Formulierung des Themas gibt, bildet das Thema nach wie vor die Grundlage der Bewertung Ihrer akademischen Abschlussarbeit – und da gelten andere Anforderungen als beim Bewerbungsgespräch.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten,

  • was ein „gutes“ Thema aus wissenschaftlicher Sicht ausmacht und
  • wie Sie einen passenden Titel für Ihre Abschlussarbeit finden

Sobald das Thema einmal gewählt ist, beginnt die eigentliche Arbeit, z.B. in Form der Literatursuche.

Während der Bearbeitungszeit kann viel passieren: Beispielsweise möchten oder müssen Sie das Thema der Arbeit eventuell ändern. Die gängigsten Fragen diesbezüglich beantworten die Rubrik der häufig gestellten Fragen (FAQ). Dort finden Sie z.B. auch Antworten zu folgenden Fragen: