Buchbesprechung „Der Fragebogen“ von Kirchhoff et al.


Das Buch „Der Fragebogen“ von Sabine Kirchhoff, Sonja Kuhnt, Peter Lipp und Siegfried Schlawin (*) zeichnet an Hand eines ausgewählten Forschungsvorhabens den Forschungsprozess rund um eine schriftliche Fragebogenaktion zur Datengewinnung nach. Bewusst richtet sich das Buch an Nachwuchsforscher und thematisiert neben den großen Zusammenhängen auch kleinere Details, die für die praktische Umsetzung wichtig sind. Geschrieben ist das Buch als eine Art Erfahrungsbericht. Das macht „Der Fragebogen“ einerseits leicht lesbar, bedingt manchmal aber auch eine Weitschweifigkeit, die der eilige Leser als „zu viel“ empfinden mag.

Im ersten Kapitel des Buches wird das Forschungsvorhaben skizziert: Eine empirische Untersuchung des Meinungsbildes der Studierenden an der Universität Dortmund. Dieses Forschungsprojekt ist ab da der zentrale Anker, um den das gesamte Buch kreist.

In der Phasenlogik eines Befragungsvorhabens und jeweils übertragen auf das oben genannte Forschungsvorhaben werden die folgenden Kapitel strukturiert. Für Studierende, die selbst eine eigene Befragung – zum Beispiel im Rahmen ihrer Abschlussarbeit, Bachelor- oder Master-Thesis – durchführen wollen, hat dies den unbestreitbaren Vorteil, dass sie sich an dem Buch orientieren können und so Schritt für Schritt den eigenen Fragebogen ausarbeiten und einsetzen können.

Die Kapitel von „Der Fragebogen“ befassen sich inhaltlich daher mit:

  • Forschungsvorhaben,
  • Grundgesamtheit und Stichprobe,
  • Fragebogenkonstruktion inkl. Pretest und datenschutzrechtlicher Probleme,
  • dem Anschreiben zur Bewerbung einer Teilnahme,
  • dem Codieren der erhobenen Daten,
  • einer Grundauswertung,
  • erweiterten Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten sowie
  • dem Abschlussbericht.

Die aktuelle fünfte Auflage (*) kommt auch mit einem Sachregister daher. Hier haben sich die Autoren die berechtigte Kritik an den Vorgängerauflagen zu Herzen genommen und eine deutliche Verbesserung herbeigeführt.

Als Fazit lässt sich sagen: „Der Fragebogen“ ist als Einstieg zu sehen. Das Lesen dieses leicht verständlichen Buches schafft Wissen zu den grundlegenden Zusammenhängen und vermittelt erste Kenntnisse der Begrifflichkeiten rund um die Befragungsart mittels Fragebogen und deren Auswertung. Gerade bei dem Teilbereich Auswertung wird der ambitionierte Studierende weitere Literatur benötigen. Diese Einschränkung soll den Nutzen des Buches nicht mindern: Sein Ziel, die Befragung zu einem Forschungsvorhaben durchgängig darzustellen, erreicht es voll.

Das Buch kann auch wegen seines günstigen Preises Studierenden empfohlen werden, die eine Datenerhebung mittels Fragebogen planen.

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